Zwölf kleine Beträge lassen sich leichter einplanen als ein großer im Januar. Das wissen auch die Versicherer. Viele nehmen für die monatliche Zahlung deshalb einen Aufschlag. Er steht selten groß auf der Rechnung, ist aber ein echter Kostenpunkt.
Wie der Ratenzuschlag funktioniert
Der Versicherer kalkuliert einen Jahresbeitrag. Zahlen Sie ihn in Raten, rechnet er einen prozentualen Zuschlag darauf. Üblich sind Stufen für jährliche, halbjährliche, vierteljährliche und monatliche Zahlung, wobei die monatliche Zahlung meist am teuersten ist. Manche Anbieter verzichten ganz auf den Zuschlag, andere verlangen ihn erst ab einer bestimmten Ratenzahl.
Was das im Jahr ausmacht
| Jahresbeitrag | Zuschlag 3 % | Zuschlag 5 % |
|---|---|---|
| 400 € | 12 € | 20 € |
| 700 € | 21 € | 35 € |
| 1.000 € | 30 € | 50 € |
Die Prozentsätze sind Beispielwerte. Den genauen Zuschlag nennt der Versicherer in seinen Unterlagen oder auf Nachfrage. Für sich genommen wirkt der Betrag klein. Über mehrere Jahre und neben einem ohnehin teureren Tarif summiert er sich.
Den echten Jahrespreis vergleichen
Im Vergleich sollten Sie die Zahlweise einstellen, die Sie wirklich nutzen wollen. Sonst sehen Sie einen Jahresbeitrag, der für die monatliche Zahlung nicht stimmt. Ein Tarif, der jährlich gezahlt vorne liegt, kann monatlich gezahlt hinter einen Anbieter ohne Ratenzuschlag rutschen.
Rücklage statt Zuschlag
Wer den Zuschlag sparen will, aber keinen großen Betrag auf einmal zahlen möchte, kann sich selbst eine Rate einrichten. Ein Dauerauftrag auf ein eigenes Unterkonto mit einem Zwölftel des Jahresbeitrags reicht. Im Januar ist das Geld dann da. Das klappt allerdings nur, wenn die Rücklage auch wirklich unangetastet bleibt. Passt das nicht zum eigenen Budget, ist der Zuschlag der Preis für eine planbare Monatsrate. Das ist eine legitime Entscheidung, nur sollte sie bewusst fallen.