Ein E-Auto in der Garage verändert die Stromrechnung spürbar. Wer zu Hause lädt, verbraucht im Jahr schnell so viel zusätzlich wie ein ganzer kleiner Haushalt. Da lohnt ein genauer Blick auf den Tarif.
Was das Laden kostet
| Fahrleistung pro Jahr | Strom fürs Laden | Kosten bei 30 ct/kWh |
|---|---|---|
| 10.000 km | rund 1.900 kWh | rund 560 € |
| 15.000 km | rund 2.800 kWh | rund 840 € |
| 20.000 km | rund 3.700 kWh | rund 1.120 € |
Beispielrechnung mit 17 kWh auf 100 Kilometer plus rund 10 Prozent Ladeverlust. Bei einem Cent mehr oder weniger pro kWh ändern sich die Kosten bei 15.000 Kilometern um rund 28 Euro im Jahr.
Haushaltsstrom oder eigener Tarif
Am einfachsten lädt das Auto über den normalen Haushaltszähler. Dann zahlen Sie für den Ladestrom Ihren Haushaltspreis. Mit dem zusätzlichen Verbrauch steigt Ihre Jahresmenge, und ein Tarifvergleich mit dem neuen Verbrauch lohnt sich, weil bei höherem Verbrauch oft andere Tarife vorne liegen.
Die Alternative ist ein separater Zähler für die Wallbox mit eigenem Autostromtarif. Er kostet eine zweite Grundgebühr und einmalig den Umbau am Zählerschrank. Das rechnet sich vor allem bei hoher Fahrleistung und wenn die reduzierten Netzentgelte voll genutzt werden.
§ 14a EnWG: Netzentgelte für die Wallbox
Wallboxen, die seit 2024 in Betrieb gehen, gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtung. Der Netzbetreiber darf ihre Leistung bei Engpässen vorübergehend drosseln, die Mindestleistung von 4,2 kW bleibt aber erhalten. Dafür zahlen Sie weniger Netzentgelt, je nach gewähltem Modul pauschal oder pro kWh. Die Details stehen im Ratgeber Wärmepumpenstrom, dort gelten dieselben Module.
Dynamischer Tarif als Option
Ein E-Auto steht die meiste Zeit. Damit gehört es zu den Verbrauchern, die sich gut in günstige Stunden verschieben lassen. Mit einem intelligenten Messsystem und einem dynamischen Tarif kann das Laden nachts oder an sonnigen Mittagen günstiger werden. Was dafür nötig ist, steht im Ratgeber Dynamischer Stromtarif.