Auf der Handyrechnung steht plötzlich ein Abo für 4,99 Euro pro Woche, das niemand abgeschlossen haben will. Möglich macht das die Abrechnung über den Mobilfunkanbieter. Mit einer kostenlosen Sperre lässt sich das verhindern.
Wie die Beträge auf die Rechnung kommen
Neben Ihrem eigenen Tarif kann der Mobilfunkanbieter auch Leistungen anderer Unternehmen abrechnen. Das ist praktisch für Parktickets oder Spenden per SMS. Es wird aber auch für Abos genutzt, die über einen Klick auf Werbung im Browser oder in einer App ausgelöst werden. Inzwischen müssen solche Käufe zusätzlich auf einer Seite des Mobilfunkanbieters bestätigt werden. Ganz verschwunden sind ungewollte Abos damit aber nicht.
Die Drittanbietersperre einrichten
Sie können bei Ihrem Anbieter verlangen, dass er die Abrechnung von Drittanbietern ganz oder teilweise sperrt. Das ist kostenlos. Bei vielen Anbietern geht das selbst im Kundenkonto oder in der App, sonst per Anruf oder schriftlich. Danach können über Ihre Rufnummer keine solchen Leistungen mehr abgerechnet werden.
Besonders sinnvoll ist die Sperre bei Kinderhandys und bei allen, die Bezahlen über die Handyrechnung nicht brauchen. Mehr zu Handytarifen für Kinder steht im Artikel Handytarif fürs Kind.
Wenn schon etwas abgebucht wurde
Prüfen Sie die Rechnung, die Drittanbieter-Beträge stehen meist in einem eigenen Abschnitt. Kündigen Sie ein unerwünschtes Abo beim genannten Dienst und widersprechen Sie dem Betrag schriftlich, beim Mobilfunkanbieter und beim Drittanbieter. Fordern Sie einen Nachweis, dass Sie das Abo tatsächlich abgeschlossen haben. Verbraucherzentralen bieten dafür Musterbriefe an.
Beim Wechsel gleich mit erledigen
Wer ohnehin den Tarif wechselt, sollte die Sperre beim neuen Anbieter direkt nach dem Start einrichten. Im Vergleich finden Sie Tarife mit passendem Datenvolumen und kurzer Laufzeit.