Beim Neubau ist der Hauspreis nur ein Teil der Rechnung. Rund um Grundstück und Bau fallen weitere Kosten an, die im Angebot des Bauträgers oder Fertighausanbieters oft fehlen. Wer sie zu spät entdeckt, muss nachfinanzieren, und das ist teurer als eine vollständige Planung von Anfang an.
Rund ums Grundstück
- Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch für den Grundstückskauf
- Maklerprovision, falls ein Makler beteiligt ist
- Erschließungsbeiträge der Gemeinde, falls das Grundstück noch nicht erschlossen ist
- Vermessung und Absteckung des Gebäudes
- Bodengutachten, damit Gründung und Keller richtig geplant werden
Die Grunderwerbsteuer liegt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent. Wie viel Eigenkapital für die Kaufnebenkosten nötig ist, rechnet der Ratgeber Eigenkapital vor.
Rund um den Bau
- Baugenehmigung und Prüfstatik
- Hausanschlüsse für Strom, Wasser, Abwasser und Telekommunikation
- Baustrom und Bauwasser während der Bauzeit
- Erdarbeiten und Entsorgung des Aushubs
- Außenanlagen wie Zufahrt, Terrasse, Zaun und Garten
- Küche, Bodenbeläge und Malerarbeiten, wenn sie nicht im Bauvertrag stehen
Versicherungen und Finanzierung
Während der Bauzeit braucht es eine Bauherrenhaftpflicht und meist eine Bauleistungsversicherung. Die Wohngebäudeversicherung sollte spätestens mit dem Rohbau beginnen, viele Versicherer bieten dafür einen beitragsfreien Feuerrohbauschutz an. Auf der Finanzierungsseite kommen Bereitstellungszinsen hinzu, wenn das Darlehen nach der zinsfreien Zeit noch nicht vollständig abgerufen ist.
Puffer einplanen
Lassen Sie sich die Posten von Bauträger und Bank schriftlich aufschlüsseln und vergleichen Sie, was enthalten ist. Planen Sie zusätzlich einen Puffer für Unvorhergesehenes ein. Ein Nachfinanzierungsdarlehen kostet in der Regel mehr Zins als ein Darlehen, das von Anfang an ausreichend bemessen ist. Wie viel Darlehen insgesamt zu Ihrem Einkommen passt, zeigt der Ratgeber Wie viel Haus kann ich mir leisten?