Das Festnetztelefon klingelt in vielen Haushalten nur noch selten. Trotzdem steckt es in den meisten Internettarifen mit drin. Ob es sich lohnt, hängt davon ab, wer im Haushalt telefoniert und wie.
Festnetz ist heute Internet
Die alten analogen und ISDN-Anschlüsse sind weitgehend abgeschaltet. Festnetztelefonie läuft heute über das Internet, technisch als Voice over IP. Das Telefon steckt am Router, der Router stellt die Verbindung her. Für Sie ändert sich kaum etwas: Sie haben weiter eine Festnetznummer mit Ortsvorwahl und telefonieren wie gewohnt.
Wann sich das Festnetz lohnt
- Ältere Familienmitglieder telefonieren lieber mit einem Festnetztelefon
- Die Festnetznummer ist bei Ärzten, Behörden oder Kunden hinterlegt
- Zu Hause ist der Handyempfang schlecht
- Lange Gespräche ins deutsche Festnetz sind mit Flat günstiger
Wer fast nur mobil telefoniert, braucht keine teure Festnetzoption. Bei schlechtem Empfang zu Hause hilft oft schon WLAN Call auf dem Handy. Mehr dazu im Ratgeber WLAN Call.
Die Nummer mitnehmen
Bei einem Anbieterwechsel können Sie Ihre Festnetznummer mitnehmen. Der neue Anbieter erledigt das, wenn Sie es bei der Bestellung angeben. Achten Sie darauf, dass Name und Adresse genau mit den Angaben beim alten Anbieter übereinstimmen. Bei einem Umzug geht die Mitnahme meist nur, wenn Sie im selben Ortsnetz bleiben.
Stromausfall und Notruf
Weil das Telefon am Router hängt, fällt es bei einem Stromausfall aus. Auch der Notruf über das Festnetz funktioniert dann nicht. Ein geladenes Handy gehört deshalb in jeden Haushalt, besonders wenn ältere Menschen allein leben. Hausnotrufsysteme haben eigene Lösungen dafür. Fragen Sie beim Anbieter nach, wenn Sie eines nutzen.
Im Vergleich richtig einstellen
Viele Vergleiche erlauben die Auswahl, ob eine Telefonflat dabei sein soll. Prüfen Sie, wie viel die Option kostet und ob Sie sie brauchen. Welche Kosten neben der Grundgebühr anfallen, etwa für den Router, steht im Ratgeber Router mieten oder kaufen.