Viele Internetanbieter bieten den Router zur Miete an, für ein paar Euro im Monat. Das klingt bequem. Über die Vertragslaufzeit gerechnet ist es oft die teurere Lösung.
Routerfreiheit: Sie entscheiden selbst
Seit August 2016 gilt in Deutschland die Routerfreiheit. Sie dürfen jedes passende Gerät an Ihren Anschluss hängen, der Anbieter kann Ihnen keinen bestimmten Router vorschreiben. Er muss Ihnen die Zugangsdaten geben, mit denen Sie ein eigenes Gerät einrichten.
Das Rechenbeispiel
Kostet die Miete 5 Euro im Monat, sind das über 24 Monate 120 Euro. Am Ende geben Sie das Gerät zurück. Ein guter eigener Router kostet je nach Ausstattung ähnlich viel oder etwas mehr, gehört aber Ihnen und zieht beim nächsten Wechsel mit (Beispielwerte). Verlängert sich der Vertrag nach der Mindestlaufzeit, läuft die Miete meist weiter.
Manche Tarife enthalten den Router ohne Aufpreis. Dann spricht wenig gegen das Gerät des Anbieters, solange es Ihre Anforderungen erfüllt.
Worauf Sie beim Kauf achten müssen
Der Router muss zur Anschlussart passen. DSL-, Kabel- und Glasfaser-Router sind nicht untereinander austauschbar. Wer von DSL auf Glasfaser wechselt, braucht in der Regel ein neues Gerät oder ein zusätzliches Modem. Prüfen Sie vor dem Kauf also, welche Technik Ihr Anschluss nutzt und ob ein Wechsel absehbar ist.
Achten Sie außerdem auf einen aktuellen WLAN-Standard und regelmäßige Sicherheitsupdates des Herstellers. Ein günstiges Gerät ohne Updates ist ein Risiko für das ganze Heimnetz.
Wann Mieten sinnvoll ist
Mieten lohnt sich, wenn Sie technisch nichts selbst einrichten wollen oder der Anbieter einen Austauschservice bei Defekten bietet. Auch bei sehr kurzen Verträgen kann es passen. Im Vergleich sehen Sie bei jedem Tarif, ob ein Router enthalten ist und was er kostet.