Im Briefkasten liegt ein Flyer: Glasfaser kommt in Ihre Straße. Ob Sie mitmachen, entscheiden Sie meist in einem kurzen Zeitfenster. Danach wird es oft teurer. Was in dieser Phase passiert, ist für viele neu.
Die Vorvermarktung
Viele Anbieter bauen nur aus, wenn genug Haushalte in einem Gebiet mitmachen. Dafür gibt es eine Vorvermarktung mit einer Mindestquote. Wer in dieser Zeit einen Vertrag abschließt, bekommt den Hausanschluss oft kostenlos oder stark vergünstigt. Wird die Quote nicht erreicht, findet der Ausbau unter Umständen gar nicht statt.
Der Ablauf bis zum ersten Surfen
- Vertrag oder Vorvertrag während der Vermarktungsphase
- Gestattung des Eigentümers für die Leitung über das Grundstück
- Hausbegehung, bei der der Weg der Leitung festgelegt wird
- Tiefbau in der Straße und Verlegung bis ins Haus
- Montage des Abschlusspunkts und Freischaltung des Tarifs
Zwischen Vertrag und Freischaltung können viele Monate liegen. Ihr bisheriger Internetvertrag läuft so lange weiter. Kündigen Sie ihn erst, wenn der Glasfaseranschluss einen festen Termin hat.
Was später kostet
Wer den Bautrupp vorbeiziehen lässt, kann den Anschluss oft später noch beauftragen. Dann muss aber eigens gegraben werden, und die Kosten trägt meist der Eigentümer. Auch der Wert einer Immobilie kann davon abhängen, ob ein Glasfaseranschluss liegt. Für Eigentümer ist die Ausbauphase deshalb die günstigste Gelegenheit, selbst wenn sie das schnelle Internet heute noch nicht brauchen.
Mieter und Wohnungseigentümer
Im Mehrfamilienhaus entscheidet der Eigentümer bzw. die Eigentümergemeinschaft über die Leitung ins Haus und in die Wohnungen. Mieter können den Vermieter auf ein Ausbauangebot hinweisen. Liegt die Glasfaser bereits bis in die Wohnung, wählen Mieter ihren Tarif selbst.
Den Tarif vergleichen
Nach dem Ausbau gibt es häufig mehrere Anbieter auf derselben Leitung. Der Vergleich zeigt, welche Tarife an Ihrer Adresse verfügbar sind. Was Glasfaser von DSL und Kabel unterscheidet, steht im Ratgeber DSL, Kabel oder Glasfaser.