Internettarife werben mit dem Download: 100, 250, 1.000 Mbit. Kleiner gedruckt steht der Upload daneben, oft nur ein Bruchteil davon. Für Streaming spielt das keine Rolle. Für Videocalls, Homeoffice und Datensicherungen schon.
Was der Upload macht
Download ist alles, was zu Ihnen kommt: Webseiten, Filme, Updates. Upload ist alles, was von Ihnen ins Netz geht. Dazu gehören Ihr Kamerabild im Videocall, Fotos, die in die Cloud geladen werden, große Dateien an Kollegen und Spielstände in Onlinespielen.
Typische Werte nach Technik
| Tarif | Download | Upload |
|---|---|---|
| DSL (VDSL) | 100 Mbit/s | 40 Mbit/s |
| DSL (VDSL mit Vectoring) | 250 Mbit/s | 40 Mbit/s |
| Kabel | 1.000 Mbit/s | 50 Mbit/s |
| Glasfaser | 1.000 Mbit/s | oft 200 bis 500 Mbit/s |
Richtwerte für verbreitete Tarifstufen. Die genauen Werte stehen im Produktinformationsblatt des jeweiligen Tarifs.
Wann der Upload zum Engpass wird
- Mehrere Personen sind gleichzeitig in Videokonferenzen
- Fotos und Videos werden automatisch in die Cloud gesichert
- Sie schicken regelmäßig große Dateien, etwa im Homeoffice
- Jemand streamt live, zum Beispiel beim Gaming
Ist der Upload voll ausgelastet, leidet oft auch der Rest. Webseiten laden langsamer, weil die Bestätigungen für empfangene Daten in der Warteschlange stecken. Ein ruckelnder Videocall liegt deshalb nicht immer am Download, sondern manchmal am Cloud-Backup, das gerade im Hintergrund läuft.
Den passenden Tarif wählen
Wer viel hochlädt, sollte im Vergleich den Upload als Kriterium ansehen, nicht nur den Download. Ein Tarif mit kleinerem Download und höherem Upload kann im Alltag besser passen. Wie Sie messen, was tatsächlich ankommt, steht im Ratgeber Internet-Geschwindigkeit messen.