Lange kam das Fernsehen in vielen Mietwohnungen automatisch über den Kabelanschluss, bezahlt mit den Nebenkosten. Seit dem 1. Juli 2024 ist das vorbei. Viele Haushalte haben sich seitdem für Fernsehen übers Internet entschieden. Damit es ruckelfrei läuft, muss der Internettarif passen.
Die Möglichkeiten
Fernsehen übers Internet gibt es in zwei Formen. Beim IPTV Ihres Internetanbieters kommt das Fernsehsignal über die eigene Leitung, meist mit einem Receiver oder einer App auf dem Fernseher. Bei Streaming-Apps für lineares Fernsehen schauen Sie die Sender über eine App, unabhängig vom Internetanbieter. Beide Wege haben Vor- und Nachteile bei Preis, Senderauswahl und Aufnahmefunktionen.
Daneben bleiben Satellit, DVB-T2 über Antenne und der Kabelanschluss mit eigenem Vertrag. Wer nur gelegentlich fernsieht, kommt mit den Mediatheken der Sender oft schon weit.
Wie viel Bandbreite nötig ist
| Nutzung | Bandbreite (Richtwert) |
|---|---|
| Ein Sender in HD | 5 bis 10 Mbit/s |
| Ein Sender in 4K | 20 bis 25 Mbit/s |
| Zwei Fernseher in HD plus Streaming nebenbei | 30 bis 50 Mbit/s |
Richtwerte. Die Dienste nennen ihre eigenen Empfehlungen. Rechnen Sie zum Fernsehen alles dazu, was gleichzeitig im Haushalt läuft, etwa Videocalls oder große Downloads.
WLAN oder Kabel
Bandbreite am Anschluss ist das eine. Kommt das Signal per WLAN beim Fernseher an, kann es dort trotzdem ruckeln, etwa wenn der Router zwei Zimmer weiter steht. Ein LAN-Kabel zum Fernseher oder Receiver ist die zuverlässigste Lösung. Wie Sie das WLAN verbessern, steht im Ratgeber WLAN verbessern.
Kosten im Blick behalten
TV-Pakete des Internetanbieters kosten oft einen monatlichen Aufpreis, ebenso Streaming-Apps mit HD-Sendern. Rechnen Sie Internet und Fernsehen zusammen, wenn Sie Tarife vergleichen. Manchmal ist ein Paket günstiger als Internet und App getrennt, manchmal umgekehrt.