Der Speedtest zeigt 250 Mbit, trotzdem reagiert das Onlinespiel träge und im Videocall reden alle durcheinander. Das liegt selten an der Bandbreite. Dahinter steckt eine andere Größe: die Latenz.
Bandbreite und Latenz
Die Bandbreite sagt, wie viele Daten pro Sekunde durch die Leitung passen. Die Latenz sagt, wie lange ein einzelnes Datenpaket unterwegs ist. Ein Bild dafür: Die Bandbreite ist die Breite der Autobahn, die Latenz die Fahrzeit. Für einen großen Download zählt die Breite. Für ein Spiel, bei dem jeder Klick sofort beim Server ankommen soll, zählt die Fahrzeit.
Der Ping misst die Latenz in Millisekunden: Ein Paket geht zum Server und zurück. Je kleiner der Wert, desto direkter fühlt sich die Verbindung an.
Typische Werte nach Technik
| Anschluss | Typische Latenz (Richtwert) |
|---|---|
| Glasfaser | meist unter 10 ms |
| DSL und Kabel | oft 10 bis 30 ms |
| LTE und 5G | oft 20 bis 50 ms |
Gemessen zu einem nahen Server. Liegt der Spielserver in einem anderen Land, kommen dafür Millisekunden dazu, egal welche Technik Sie haben.
Was den Ping zu Hause verschlechtert
- WLAN statt Kabel, besonders mit vielen Nachbarnetzen
- Ein ausgelasteter Upload, etwa durch ein laufendes Cloud-Backup
- Viele Geräte, die gleichzeitig große Datenmengen laden
- Ein Router, der schon lange nicht neu gestartet wurde
Was hilft
Der wirksamste Schritt ist ein LAN-Kabel für den Rechner oder die Konsole. Viele Router bieten außerdem eine Priorisierung, die Spiele und Videocalls vor Downloads bevorzugt. Ist der Upload knapp, hilft ein Blick in den Ratgeber Upload-Geschwindigkeit.
Reicht das alles nicht, kann ein Wechsel der Anschlusstechnik etwas bringen. Welche Technik an Ihrer Adresse verfügbar ist, zeigt der Vergleich, wenn Sie Straße und Hausnummer eingeben.