Der Hund ist acht oder zehn Jahre alt, und Sie wollen ihn jetzt versichern. Die Antwort vieler Anbieter ist knapp: zu alt. Das bedeutet aber nicht, dass gar nichts mehr geht. Es gibt ein paar Wege, die je nach Hund und Geldbeutel passen.
Warum es ein Höchstalter gibt
Mit dem Alter steigen Zahl und Kosten der Behandlungen. Versicherer kalkulieren ihre Tarife so, dass junge Hunde über die Jahre die Kosten der älteren mittragen. Wer erst spät einsteigt, passt nicht in diese Rechnung. Deshalb nehmen viele Krankenvollversicherungen nur bis zu einem Alter von sieben bis neun Jahren auf. Bereits bestehende Verträge laufen dagegen weiter.
Weg 1: Ein OP-Tarif
Eine OP-Versicherung zahlt nur Operationen samt Narkose, Vor- und Nachbehandlung, nicht aber normale Tierarztbesuche. Einige Anbieter nehmen dafür auch ältere Hunde auf. Für viele Halter ist das die sinnvollste Lösung, denn die großen Rechnungen entstehen meist durch Operationen. Die Kosten für Untersuchungen und Medikamente tragen Sie dann selbst.
Weg 2: Tarife ohne Höchstalter
Einzelne Versicherer verzichten auf eine Altersgrenze. Der Beitrag liegt dann meist deutlich höher, oder es gilt eine hohe Selbstbeteiligung, die mit dem Alter weiter steigt. Rechnen Sie nach, ob sich das lohnt. Ein Tarif, der jedes Jahr ein paar hundert Euro kostet und erst nach einer hohen Selbstbeteiligung zahlt, hilft nur bei wirklich großen Behandlungen.
Weg 3: Eine eigene Rücklage
Wer keinen passenden Tarif findet oder den Beitrag lieber selbst anspart, legt monatlich einen festen Betrag auf ein eigenes Konto. Das Geld bleibt Ihres, auch wenn der Hund gesund bleibt. Der Nachteil: Eine teure Operation kurz nach dem Start kann die Rücklage übersteigen.
Was in jedem Fall gilt
Bekannte Erkrankungen sind bei einem Neuabschluss ausgeschlossen, egal wie alt der Hund ist. Und es gilt eine Wartezeit, bevor der Schutz für Krankheiten greift. Mehr dazu steht im Ratgeber Wartezeit und Ausschlüsse. Im Vergleich geben Sie das Alter Ihres Hundes ein und sehen sofort, welche Tarife ihn noch aufnehmen.