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Hundeversicherung kündigen: Wann es geht und wann Sie besser bleiben

Direkt zum Vergleich: Hundekrankenversicherung

Der Beitrag ist gestiegen, ein anderer Tarif sieht günstiger aus. Bei vielen Verträgen ist ein Wechsel dann reine Formsache. Bei der Hundekrankenversicherung nicht immer. Wer wechselt, nimmt nämlich nicht alles mit.

Die normale Kündigung

Die meisten Hundeversicherungen laufen ein Jahr und verlängern sich automatisch. Gekündigt wird häufig mit drei Monaten Frist zum Ende des Versicherungsjahres. Einige Tarife sind monatlich kündbar. Wann genau Ihr Versicherungsjahr endet, steht im Versicherungsschein. Eine Kündigung in Textform reicht, also auch per E-Mail oder über das Kundenportal. Bei online abgeschlossenen Verträgen muss es außerdem einen Kündigungsbutton geben.

Sonderkündigung

Erhöht der Versicherer den Beitrag, ohne dass sich der Schutz verbessert, können Sie in der Regel innerhalb eines Monats nach der Mitteilung kündigen. Viele Bedingungen geben außerdem nach einem Versicherungsfall beiden Seiten ein Kündigungsrecht. Stirbt der Hund, endet der Vertrag, weil das versicherte Risiko wegfällt.

Der Haken: bekannte Krankheiten

Ein neuer Versicherer schließt alles aus, was beim Abschluss schon bekannt ist. Hatte Ihr Hund zum Beispiel eine Ohrenentzündung, Hautprobleme oder eine Gelenkdiagnose, zahlt der neue Tarif dafür nichts, oft auch nicht für Folgeerkrankungen. Dazu kommt eine neue Wartezeit. Beim alten Versicherer waren diese Krankheiten dagegen mitversichert, weil sie erst während des Vertrags aufgetreten sind.

Ein Wechsel kann also auf dem Papier Beitrag sparen und im Ernstfall teuer werden. Gerade bei älteren oder bereits behandelten Hunden ist es oft besser, im bestehenden Vertrag zu bleiben und dort zu verhandeln, etwa über eine höhere Selbstbeteiligung.

Wann sich ein Wechsel lohnt

  • Der Hund ist jung und hatte bisher keine nennenswerten Diagnosen
  • Der neue Tarif leistet mehr, etwa beim GOT-Satz oder bei der Jahreshöchstleistung
  • Der neue Vertrag steht, bevor der alte endet, damit keine Lücke entsteht
  • Die Wartezeit des neuen Tarifs ist bekannt und eingeplant

Kündigen Sie erst, wenn der neue Vertrag angenommen ist. Im Vergleich sehen Sie neben dem Beitrag auch Wartezeit und Leistungsgrenzen. Mehr zu Ausschlüssen steht im Ratgeber Wartezeit und Ausschlüsse.

Häufige Fragen

Mit welcher Frist kann ich die Hundeversicherung kündigen?
Viele Verträge laufen ein Jahr und verlängern sich dann automatisch. Gekündigt wird meist mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Versicherungsjahres, manche Tarife sind monatlich kündbar. Die Frist steht im Versicherungsschein.
Was passiert mit dem Vertrag, wenn der Hund stirbt?
Mit dem Tod des Hundes fällt das versicherte Risiko weg, und der Vertrag endet. Melden Sie den Tod dem Versicherer. Zu viel gezahlte Beiträge werden in der Regel anteilig erstattet.
Darf der Versicherer nach einem Schaden kündigen?
Viele Bedingungen geben nach einem Versicherungsfall beiden Seiten ein Kündigungsrecht. Für den Halter eines kranken Hundes ist das ein Risiko, denn ein neuer Versicherer schließt die bekannten Krankheiten aus. Wie Ihr Tarif das regelt, steht in den Bedingungen.

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