Der Arbeitspreis auf der Gasrechnung ist eine einzige Zahl. Dahinter stecken mehrere Bestandteile, von denen nur einer zwischen den Anbietern wirklich frei ist. Wer das weiß, versteht, warum sich Tarife unterscheiden und wo ein Vergleich ansetzt.
Die Bestandteile im Überblick
| Bestandteil | Wer legt ihn fest | Unterschied zwischen Anbietern |
|---|---|---|
| Beschaffung, Vertrieb, Marge | der Versorger | ja, das ist der Wettbewerbsteil |
| Netzentgelt | der Netzbetreiber, reguliert | nein, nur je Region |
| Messstellenbetrieb | der Messstellenbetreiber | in der Regel nein |
| Konzessionsabgabe | die Gemeinde, gesetzlich gedeckelt | nein, nur je Gemeinde |
| Energiesteuer | der Gesetzgeber, 0,55 ct/kWh | nein |
| CO₂-Preis | der Gesetzgeber, Preiskorridor | nein |
| Mehrwertsteuer | der Gesetzgeber, 19 % | nein |
Der Teil, um den es im Vergleich geht
Nur Beschaffung, Vertrieb und Marge unterscheiden sich zwischen den Versorgern. Wie günstig ein Anbieter einkauft, wie schlank er arbeitet und wie viel er verdienen will, bestimmt diesen Anteil. Der Rest ist im selben Netzgebiet für alle gleich. Deshalb können zwei Tarife am selben Ort mehrere Cent pro kWh auseinander liegen, obwohl ein großer Teil des Preises fest ist.
Warum die Postleitzahl so wichtig ist
Netzentgelte richten sich nach dem Netzgebiet. In dünn besiedelten Gegenden mit langen Leitungen sind sie oft höher als in Städten. Die Konzessionsabgabe hängt an der Gemeinde. Ein Preis, den Sie im Internet sehen, gilt deshalb nur für die angegebene Postleitzahl. Vergleichen Sie immer mit Ihrer eigenen.
Was Preisgarantien abdecken
Weil der Preis aus mehreren Teilen besteht, decken Preisgarantien nicht immer alle ab. Eine eingeschränkte Garantie lässt zum Beispiel Steuern und Abgaben außen vor. Steigt dann der CO₂-Preis, darf der Versorger das weitergeben. Welche Garantie ein Tarif hat, zeigt der Vergleich in den Tarifdetails. Mehr zum CO₂-Anteil steht im Ratgeber CO₂-Preis beim Gas.