Seit 2021 kostet in Deutschland jede Tonne CO₂ aus Heizöl und Erdgas Geld. Die Versorger kaufen dafür Zertifikate und geben die Kosten über den Arbeitspreis weiter. Auf der Rechnung fällt der Posten kaum auf, im Jahr kommt aber ein spürbarer Betrag zusammen.
Wie hoch der Preis ist
Für 2026 liegt der CO₂-Preis in einem Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne. Erdgas setzt bei der Verbrennung rund 0,2 Kilogramm CO₂ pro kWh frei, bezogen auf den Heizwert. Auf der Rechnung, die mit dem Brennwert arbeitet, sind es etwas weniger, grob 0,18 Kilogramm.
Was das pro kWh und im Jahr bedeutet
| Verbrauch pro Jahr | bei 55 €/t | bei 65 €/t |
|---|---|---|
| 5.000 kWh, kleine Wohnung | rund 60 € | rund 70 € |
| 15.000 kWh, Reihenhaus | rund 180 € | rund 210 € |
| 25.000 kWh, freistehendes Haus | rund 290 € | rund 350 € |
Beispielrechnung mit 0,18 kg CO₂ pro kWh, inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Pro kWh sind das grob 1,2 bis 1,4 Cent. Der CO₂-Preis ist bei allen Anbietern gleich hoch, denn er hängt am Gas, nicht am Versorger. Er erklärt also keine Preisunterschiede zwischen Tarifen, macht Gas insgesamt aber teurer.
Mieter zahlen nicht alles allein
Seit 2023 teilen sich Mieter und Vermieter die CO₂-Kosten. Wie viel der Vermieter trägt, hängt vom energetischen Zustand des Gebäudes ab: Je schlechter das Haus gedämmt ist, desto größer sein Anteil. Bei einer Zentralheizung rechnet der Vermieter das in der Heizkostenabrechnung ab. Wer mit einer Gasetagenheizung einen eigenen Vertrag hat, kann den Vermieteranteil selbst einfordern. Wie das geht, steht im Ratgeber Gasetagenheizung als Mieter.
Was Sie daraus machen
Den CO₂-Preis selbst können Sie nicht verhandeln. Er wirkt aber auf jede eingesparte Kilowattstunde. Jede kWh weniger spart Arbeitspreis und CO₂-Anteil zugleich. Beim Tarif zählt weiterhin, was die Anbieter darüber hinaus verlangen. Aus welchen Teilen sich der Gaspreis zusammensetzt, zeigt der Ratgeber Gaspreis: Woraus er besteht.