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Warmwasser mit Gas: Was Duschen kostet

Direkt zum Vergleich: Gastarif

Beim Gas denken die meisten an die Heizung. Doch auch im Sommer läuft die Therme, weil warmes Wasser gebraucht wird. Wie viel das ausmacht, lässt sich gut ausrechnen. Die Zahlen überraschen viele.

Die Rechnung für eine Dusche

Sechs Minuten Duschen mit 8 Litern pro Minute sind 48 Liter. Um sie von 10 auf 40 Grad zu erwärmen, braucht es rund 1,7 kWh Wärme. Dazu kommen Verluste in Speicher und Leitungen. Grob gerechnet sind das also etwa 2 kWh Gas pro Dusche (Beispielrechnung).

Aufs Jahr gerechnet

HaushaltGas fürs Duschen pro JahrKosten bei 12 ct/kWh
1 Person, täglichrund 730 kWhrund 88 €
2 Personen, täglichrund 1.460 kWhrund 175 €
4 Personen, täglichrund 2.920 kWhrund 350 €

Beispielwerte mit 2 kWh pro Dusche. Wasser und Abwasser kosten zusätzlich. Baden braucht ein Mehrfaches, weil eine Wanne deutlich mehr Wasser fasst.

Wo Sie ansetzen

Der einfachste Hebel ist die Zeit. Eine Minute kürzer bei sechs Minuten spart ein Sechstel. Ein Sparduschkopf, der den Durchfluss von 8 auf 6 Liter senkt, spart ein Viertel. Beides zusammen macht beim Vier-Personen-Haushalt im Beispiel rund 130 Euro im Jahr aus.

Die Wassertemperatur am Speicher ist dagegen kein guter Sparhebel. Zentrale Speicher werden meist um 60 Grad betrieben, um Legionellen zu vermeiden. Das sollten Sie nicht auf eigene Faust ändern. Bei einer Durchlauftherme, die das Wasser direkt erwärmt, kann eine niedrigere Einstellung sinnvoll sein, wenn Sie sonst kaltes Wasser zumischen.

Und der Tarif?

Warmwasser ist der Teil des Gasverbrauchs, der das ganze Jahr anfällt. Er steckt im Jahresverbrauch, den Sie im Vergleich eingeben. Sparen Sie dauerhaft, passen Sie den Abschlag an. Wie, steht im Ratgeber Gasabschlag.

Häufige Fragen

Wie viel Gas braucht eine Dusche?
Bei sechs Minuten mit 8 Litern pro Minute und einer Erwärmung von 10 auf 40 Grad werden rund 1,7 kWh Wärme gebraucht. Mit den Verlusten der Heizung sind es grob 2 kWh Gas. Das ist eine Beispielrechnung, je nach Anlage und Gewohnheit weicht der Wert ab.
Wie heiß sollte der Warmwasserspeicher sein?
Bei zentralen Speichern wird aus hygienischen Gründen meist eine Temperatur um 60 Grad empfohlen, um Legionellen vorzubeugen. Deutlich weiter herunterdrehen sollten Sie einen Speicher nicht, ohne das mit dem Fachbetrieb abzustimmen.
Bringt ein Sparduschkopf wirklich etwas?
Ja, wenn er den Durchfluss tatsächlich senkt. Von 8 auf 6 Liter pro Minute ist ein Viertel weniger warmes Wasser und damit ein Viertel weniger Energie fürs Duschen. Wie stark der Strahl sich anfühlt, hängt vom Modell ab.

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