Prepaid steht für Kostenkontrolle, der Vertrag für Bequemlichkeit. So einfach ist die Unterscheidung heute nicht mehr. Vergleichbar werden beide erst, wenn man den Preis aufs ganze Jahr rechnet.
Was für Prepaid spricht
Verbraucht wird nur, was vorher aufgeladen wurde. Überraschungen auf der Rechnung gibt es nicht, und eine Mindestlaufzeit auch nicht. Das passt für Kinder und Jugendliche, für Zweithandys und für alle, die ihre Kosten genau im Griff behalten wollen. Viele Prepaid-Tarife bieten inzwischen ähnliche Pakete wie Verträge, mit Flatrate und Datenvolumen.
Vier Wochen sind kein Monat
Viele Prepaid-Pakete laufen nicht einen Monat, sondern vier Wochen. Das klingt nach einer Kleinigkeit, ergibt aber 13 Abrechnungen im Jahr statt zwölf. Ein Paket für 10 Euro alle vier Wochen kostet im Jahr 130 Euro, ein Monatstarif für 10 Euro nur 120 Euro (Beispielwerte). Der Preis pro Abrechnung ist also nicht direkt mit einem Monatspreis vergleichbar.
Verträge ohne lange Bindung
Umgekehrt muss ein Vertrag nicht 24 Monate laufen. Viele Anbieter haben Varianten, die monatlich kündbar sind, manchmal zu einem etwas höheren Preis. Damit bekommen Sie die bequeme Abrechnung per Lastschrift, ohne sich lange festzulegen. Nach dem Ende der Mindestlaufzeit sind ohnehin alle Mobilfunkverträge monatlich kündbar.
So vergleichen Sie fair
Rechnen Sie bei beiden Varianten die Kosten für ein Jahr aus. Bei Prepaid: Paketpreis mal Zahl der Abrechnungen im Jahr, also 13 bei vier Wochen Laufzeit. Beim Vertrag: Monatspreis mal zwölf plus einmaliger Anschlusspreis, verteilt auf die Laufzeit. Erst dann sehen Sie, welche Variante bei gleicher Leistung günstiger ist.
Im Vergleich lassen sich Tarife nach Laufzeit filtern. So finden Sie auch monatlich kündbare Verträge, die bei gleichem Preis die Flexibilität von Prepaid bieten.