Kartons packen, Transporter mieten, Adresse ändern. Der Strom geht beim Umzug leicht unter, weil er einfach weiterfließt. Gerade deshalb lohnt es sich, ihn bewusst zu regeln. Sonst zahlen Sie zu viel, für sich oder für den Nachmieter.
Option 1: Den Vertrag mitnehmen
Viele Versorger liefern bundesweit. Dann können Sie den Vertrag an die neue Adresse mitnehmen. Melden Sie den Umzug mit dem Datum und der neuen Adresse. Achtung: Der Preis kann sich ändern, weil die Netzentgelte je Region unterschiedlich sind. Lassen Sie sich die neuen Preise nennen, bevor Sie zustimmen.
Option 2: Kündigen und neu wählen
Bietet der Versorger die Belieferung an der neuen Adresse nicht zu den bisherigen Bedingungen an, dürfen Sie mit einer Frist von sechs Wochen kündigen. Das gilt auch während einer Mindestlaufzeit. Ein Umzug ist damit eine gute Gelegenheit, Ihren Tarif zu vergleichen. Geben Sie im Rechner die neue Postleitzahl ein, denn die Preise hängen vom Netzgebiet ab.
Den Zählerstand festhalten
Am Übergabetag zählt der Zählerstand. Notieren Sie in der alten und in der neuen Wohnung jeweils die Zählernummer und den Stand, am besten im Übergabeprotokoll, und machen Sie ein Foto. Geben Sie beide Werte an Ihren Versorger weiter. So zahlen Sie weder für den Vormieter noch für den Nachmieter.
Keine Lücke in die Grundversorgung
Ziehen Sie ein, ohne einen Vertrag abgeschlossen zu haben, beliefert Sie automatisch der Grundversorger. Das ist oft der teuerste Tarif im Netzgebiet. Ganz schlimm ist es nicht, denn aus der Grundversorgung können Sie mit zwei Wochen Frist wechseln. Günstiger ist es, den neuen Vertrag schon vor dem Einzug abzuschließen. Mehr dazu im Ratgeber Stromvertrag kündigen.
Der Fahrplan
- Spätestens sechs Wochen vor dem Umzug den Versorger informieren
- Tarif für die neue Adresse vergleichen und abschließen
- Am Übergabetag beide Zählerstände mit Foto festhalten
- Zählerstände an alten und neuen Versorger melden