Die Ergebnisliste eines Stromvergleichs ist schnell sortiert. Welcher Tarif wirklich der günstigste ist, zeigt sie aber erst, wenn man weiß, worauf man schaut. Fünf Punkte entscheiden.
1. Arbeitspreis
Der Preis pro Kilowattstunde hat bei normalem Verbrauch den größten Anteil an der Rechnung. Ein Cent mehr pro kWh sind bei 3.500 kWh im Jahr 35 Euro, bei 5.000 kWh schon 50 Euro (Beispielwerte). Unterschiede von mehreren Cent zwischen Tarifen sind keine Seltenheit.
2. Grundpreis
Der Grundpreis fällt jeden Monat an, egal wie viel Sie verbrauchen. Bei wenig Verbrauch, etwa im Single-Haushalt, wiegt er deshalb besonders schwer. Ein Tarif mit niedrigem Arbeitspreis und hohem Grundpreis rechnet sich erst ab einem bestimmten Verbrauch. Die Ergebnisliste rechnet beides zusammen, sofern Sie den Verbrauch richtig eingeben.
3. Preisgarantie
Eine Garantie über zwölf oder 24 Monate schützt vor Erhöhungen. Entscheidend ist, was sie abdeckt. Die meisten sind eingeschränkt und lassen Steuern und Umlagen außen vor. Die Unterschiede erklärt der Artikel Preisgarantie beim Strom.
4. Laufzeit und Kündigungsfrist
Eine kurze Mindestlaufzeit hält Sie flexibel für den nächsten Wechsel. Tarife mit zwölf oder 24 Monaten Bindung sind nur dann sinnvoll, wenn die Preisgarantie genauso lange gilt. Sonst sind Sie gebunden, während der Anbieter erhöhen darf.
5. Bonus
Ein Neukundenbonus gilt nur im ersten Jahr. Prüfen Sie daher immer auch den Preis ohne Bonus, denn den zahlen Sie ab dem zweiten. Ein Rechenbeispiel steht im Artikel Stromtarife mit Bonus.
Kurz zusammengefasst
Geben Sie Ihren tatsächlichen Verbrauch ein, blenden Sie Boni testweise aus und lesen Sie bei den ersten Treffern die Art der Preisgarantie nach. Wer bisher in der Grundversorgung ist, spart beim Wechsel meist am meisten.