Am Gaszähler stehen Kubikmeter. Auf der Rechnung und im Tarifvergleich geht es um Kilowattstunden. Wer zwischendurch den Zähler abliest, um seinen Verbrauch zu prüfen, muss umrechnen. Das ist einfacher, als es aussieht.
Warum zwei Einheiten
Der Zähler misst das Volumen, also wie viel Gas durch die Leitung geflossen ist. Bezahlt wird aber die Energie, die darin steckt. Wie viel Energie ein Kubikmeter liefert, hängt von zwei Dingen ab: der Zusammensetzung des Gases und dem Zustand, in dem es gemessen wurde, also Druck und Temperatur.
Die Formel
Kubikmeter × Zustandszahl × Brennwert = Kilowattstunden.
Der Brennwert gibt an, wie viel Energie ein Kubikmeter unter Normbedingungen enthält. Bei Erdgas liegt er grob zwischen 10 und 12 kWh pro Kubikmeter. Die Zustandszahl rechnet das gemessene Volumen auf diese Normbedingungen um. Sie liegt meist knapp unter 1 und berücksichtigt unter anderem die Höhenlage Ihres Wohnorts. Beide Werte stehen auf der Abrechnung.
Ein Beispiel
| Wert | Beispiel |
|---|---|
| Verbrauch laut Zähler | 1.500 m³ |
| Zustandszahl | 0,9636 |
| Brennwert | 11,2 kWh/m³ |
| Ergebnis | rund 16.200 kWh |
Werte sind Beispielwerte. Für eine schnelle Schätzung genügt die Faustregel: Kubikmeter mal 10 ergibt ungefähr die Kilowattstunden. Im Beispiel wären das 15.000 kWh, also etwas zu wenig, aber in der richtigen Größenordnung.
Wofür Sie die Umrechnung brauchen
Wer im Winter einmal im Monat abliest, sieht früh, ob der Verbrauch über dem Vorjahr liegt. Dann lässt sich der Abschlag rechtzeitig anpassen, bevor die Nachzahlung kommt. Wie Sie den Abschlag prüfen, steht im Ratgeber Gasabschlag.
Für den Tarifvergleich nehmen Sie den Jahresverbrauch in kWh von der letzten Abrechnung. Er ist genauer als jede eigene Umrechnung. Was ein Cent Unterschied bei Ihrem Verbrauch ausmacht, zeigt der Ratgeber Was 1 Cent beim Gas kostet.