Im Vergleichsrechner tauchen neben Haftpflicht und Kasko weitere Häkchen auf. Jedes kostet ein paar Euro im Jahr. Manche davon sind ihr Geld wert, andere doppeln Schutz, den Sie schon haben.
1. Schutzbrief
Der Schutzbrief hilft bei Panne oder Unfall: Pannenhilfe vor Ort, Abschleppen, oft ein Mietwagen oder Übernachtungskosten, wenn die Reparatur dauert. Im Ausland kommt teils der Rücktransport des Autos dazu. Er ist meist günstig. Wer schon Mitglied in einem Automobilclub ist, braucht ihn aber selten zusätzlich. Sehen Sie nach, was die Mitgliedschaft abdeckt, bevor Sie doppelt zahlen.
2. Rabattschutz
Nach einem Schaden in Haftpflicht oder Vollkasko wird Ihre SF-Klasse zurückgestuft. Mit Rabattschutz bleibt sie beim ersten Schaden im Jahr gleich. Das klingt besser, als es oft ist. Der Schutz gilt nur beim eigenen Versicherer. Wechseln Sie später, meldet er die SF-Klasse, die Sie ohne Rabattschutz hätten. Außerdem kostet der Baustein jedes Jahr. Für Fahrer in hohen SF-Klassen, die selten wechseln, kann er sich lohnen. Für alle anderen ist er eher eine teure Versicherung der Versicherung. Wie stark eine Rückstufung ins Gewicht fällt, zeigt der Ratgeber SF-Klasse.
3. Auslandsschadenschutz
Werden Sie im europäischen Ausland unverschuldet in einen Unfall verwickelt, gilt normalerweise das Recht des Unfalllandes. Dort fallen Entschädigungen oft niedriger aus als in Deutschland, etwa beim Schmerzensgeld oder bei Mietwagenkosten. Der Auslandsschadenschutz gleicht das aus: Ihr eigener Versicherer zahlt, als wäre der Unfall in Deutschland passiert. Wer regelmäßig mit dem Auto ins Ausland fährt, sollte darauf achten.
4. Mallorca-Police
Leihen Sie im Urlaub ein Auto, ist es nach den Regeln des Mietlandes versichert. Die vorgeschriebenen Mindestsummen der Haftpflicht sind in manchen Ländern niedrig. Die Mallorca-Police stockt die Deckung auf das Niveau Ihres eigenen Vertrags auf, wenn Sie mit einem Mietwagen einen Schaden verursachen. In vielen Tarifen ist sie ohne Aufpreis enthalten. Prüfen Sie, ob sie in Ihrem Tarif steht und für welche Länder sie gilt.
So gehen Sie im Vergleich vor
Rechnen Sie zuerst ohne Zusatzbausteine und setzen Sie dann nur die Häkchen, die Sie wirklich brauchen. So sehen Sie, was jeder Baustein beim jeweiligen Versicherer kostet. Teilweise ist der Unterschied zwischen zwei Anbietern bei den Extras größer als beim Grundbeitrag.