Einmal im Jahr kommt die Stromabrechnung, und mit ihr die Überraschung: eine Nachzahlung oder ein Guthaben. Beides lässt sich vermeiden, wenn der monatliche Abschlag zum Verbrauch passt. Nachrechnen dauert fünf Minuten.
Was der Abschlag ist
Der Abschlag ist eine Vorauszahlung. Der Versorger schätzt Ihren Jahresverbrauch, meist anhand des Vorjahres, und teilt die erwarteten Kosten auf elf oder zwölf Monate auf. Erst mit der Jahresabrechnung wird der echte Verbrauch abgerechnet. Die Differenz zahlen Sie nach oder bekommen sie zurück.
So rechnen Sie selbst nach
Sie brauchen drei Zahlen: Ihren Jahresverbrauch in kWh, den Arbeitspreis pro kWh und den Grundpreis pro Jahr. Alle stehen auf der letzten Abrechnung oder in der Vertragsbestätigung.
| Rechenschritt | Beispiel |
|---|---|
| Verbrauch × Arbeitspreis | 2.800 kWh × 0,32 € = 896 € |
| + Grundpreis pro Jahr | + 150 € = 1.046 € |
| ÷ 12 Monate | rund 87 € im Monat |
Alle Werte sind Beispielwerte. Liegt Ihr Abschlag deutlich darunter, droht eine Nachzahlung. Liegt er weit darüber, leihen Sie dem Versorger zinslos Geld.
Zwischendurch den Zähler ablesen
Noch genauer wird es mit einem Blick auf den Zähler. Lesen Sie ihn jeden Monat am selben Tag ab und notieren Sie den Stand. Nach zwei oder drei Monaten sehen Sie, ob Sie auf Kurs sind. Bedenken Sie dabei, dass der Verbrauch im Winter wegen Licht und längerer Abende meist höher ist als im Sommer.
Wann Sie den Abschlag anpassen sollten
- Ein neues großes Gerät wie Wärmepumpe, Klimaanlage oder E-Auto kommt dazu
- Jemand zieht ein oder aus
- Der Preis hat sich geändert
- Die Zählerstände zeigen deutlich mehr oder weniger Verbrauch als erwartet
Ein Abschlag, der dauerhaft nicht zum Preis passt, ist oft auch ein Zeichen für einen teuren Tarif. Mit Ihrem Verbrauch zeigt der Vergleich, was Sie bei einem anderen Anbieter monatlich zahlen würden. Was ein Cent beim Arbeitspreis ausmacht, steht im Ratgeber Stromtarif vergleichen.